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Super 8 lebt! |
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Heute arbeiten viele Film Studenten mit Super-8, "weil man da noch richtig im Material schneiden kann". Zunächst mal brauchen Sie einen Super 8 Filmbetrachter, das ist ein Gerät mit Bildschirm in der Mitte und 2 Kurbeln an Transporträdern, die die Filmspulen aufnehmen, links und rechts. Anders als beim Projektor arbeitet hier keine Verschlussblende mit Transportstift am Bildfenster, sondern ein berührungsloses Prisma, d.h. außer einem Zahnrad und 2 Laufrollen wird dem Film beim Transport nichts zugemutet. Insoweit also materialschonend. Schnittpunkte werden über eine Markierungsstanze auf dem Film festgelegt. Hähnel war bei diesen Geräten in Deutschland der Marktführer. Aber auch Goko, die vor allem Ergänzungen wie einen Systemschuh für ein Soundmodul und in einigen Geräten sogar Motorfilmtransport anboten, ist hier unbedingt zu nennen. Lassen Sie sich bitte nicht bei Ebay vorgaukeln, dass motorisierte Geräte hervorragend für den Filmtransfer geeignet seien, dafür haben wir hier eine deutlich bessere Lösung. Sobald irgendwo "Filmtransfer" drauf steht, treibt es den Auktionspreis in die Höhe. Auch ein Soundmodul brauchen Sie nicht wirklich. Wenn Sie heute überhaupt noch die Erstellung eines Tonfilms anstreben, dann werden Sie erst schneiden und danach den Film tonbespuren lassen. Bieten Sie also auf einen Standard Fimbetrachter von Hähnel oder Goko, da kann man nicht viel falsch machen. Die 6V / 10W Lampe für diese Betrachter ist übrigens weiterhin lieferbar:
Beim Filmkleben gibt es die Nassklebe Lösung (Filmenden werden beidseitig angeschliffen und ca. 2mm überlappend verklebt) oder die Trockenklebe Lösung (Filmenden werden bündig Kante an Kante aneinander gelegt und per über 2 oder 4 Filmbilder gehende "Tesa"-ähnliche Folie verklebt). Profis schwören auf die Nassklebung, weil man die Klebestelle kaum sieht. Nasskleben funktioniert nur mit Acetat Film (Kodak usw.), bei Polyester Material (Fuji Single 8 und ältere Revue Super 8 Filme) müssen Sie auf Trockenklebung zurückgreifen.
Marktführer bei Super 8 Nassklebepressen waren die Hähnel Motorklebepressen: Die Filmenden werden links und rechts in 2 Mitnehmer eingeklemmt und an einer motorisch betriebenen Schleifscheibe vorbeigeführt. Die Luxusmodelle haben sogar eine beleuchtete Klebestelle. Abbildung zeigt die Braun FK1, die von Hähnel für Braun hergestellt wurde.
Ersatz für verschlissene Schleifscheiben gibt es neuerdings bei Wittner Cinetec.
Den passenden Filmkitt können Sie bei uns beziehen:
Trockenklebepressen sind vom Handling einfacher als die Nassklebetechnik. Einige Modelle sind noch erhältlich, so z.B. die hier abgebildete Hama Filmklebepresse Cinepress S 8. Trockenklebepressen eignen sich auch für Polyester Filmmaterial wie z.B. Fuji Single 8. Es gibt Klebestreifen, die 4 Bilder überlappen und auf Perforationsseite einseitig um den Film gelegt werden, d.h. die Haupttonspur bleibt frei. Die sind am einfachsten zu verkleben. Wenn eine zweite Randtonspur hinter der Perforation vorliegt, empfehlen sich die Klebestreifen, die beide Tonspuren frei lassen. Die hier gelisteten Klebestreifen dürften auch für eine Vielzahl anderer Trockenklebepressen passen.
Zumindest an den Filmanfang gehört ausreichend grüner Vorspann-Film (mindestens 2m), allzuschnell hat man den ersten Meter Film bei einem verpatzten Filmeinfädeln im Projektor "verloren". Gut zu wissen, wenn es dann nur der Vorspann ist und nicht unwiederbringliche Erinnerungen sind. Perfektionisten nehmen auch noch roten Abspannfilm. Hier sollte dann aber 1m pro Filmrolle reichen, weil beim Filmauslauf nicht mit Beschädigungen zu rechnen ist. Der Hama Vor- und Abspannfilm ist aus Acetat, lässt sich also problemlos auch nass kleben.
Damit meint man, dass auf den fertig geschnittenen Film eine Magnettonspur angebracht wird, so dass Sie ihn mit einem Tronprojektor nachvertonen können. Uns sind folgende 5 Anbieter in Deutschland bekannt (weitere Links u.U. im Super-8 Wiki): Chris Filmtechnik GmbH, Frühlingstrasse 67 / 85386 Eching b. München Tel. / Fax: +49 (0)89 319 4130 Fett Filmtechnik - Brigitte Fett, Lenaustr. 3, 73614 Schorndorf-Miedelsbach, Tel. 07181 / 92 96 66, Fax: 07181 / 92 96 67 FFR Filmtechnik - Buchwiese 3, D 65510 Idstein, Tel. 06126/71312, Fax 06126/988785 Fipra - Stresemannstrasse 21, D-10963 Berlin (Kreuzberg), Tel. 030 / 251 90 67, Fax 030 / 251 14 46 Filmbespurung - Fritz Jäger, Magnettonfilmbespurung, Altenseestraße 5, 63584 Gründau 4, Tel. / Fax: 06058 / 8785, 06058 Konica Digital Photo Express, Ingo Reinsdorf, Marktpassage 2, 42781 Haan, Tel. 02129/34000 Fax.: 02129 / 95 77 00
Zunächst mal versteht sich für die Aufbewahrung von selbst, dass Filme in geschlossenen Schachteln (Weißblech- oder Plastikdosen, nicht Pappe!) aufbewahrt werden sollten, damit sie nicht austrocknen. Die Lagertemperatur sollte +18° nicht überschreiten, die Luftfeuchte bei ca. 50-55% liegen. Gut geeignet sind hier die (nicht mehr hergestellten) Filmspulen/dosen von Schneider, Stocko und Posso. Wir haben aktuell die Filmspulen vom Hama im Programm, zu denen natürlich auch eine Aufbewahrungsbox gehört. Gegenüber den 70s 80s sind Filmspulen mittlerweile "schweineteuer", es gibt offenbar auch nur noch wenige Hersteller. Eine 240m Spule aus laufender Produktion sucht man vergebens.
Sehr bewährt hatte sich die Beilage kleiner "Hama Colorfresh" oder "Cinefresh" Tütchen, die man durchstechen musste, dann entwich ein kampferartiger Geruch, die Feuchte wurde so auf dem Idealwert 50-55% gehalten. Dringend eine neue Quelle für dieses Produkt gesucht, wer was weiß, sollte sich melden. Als Alternative bietet sich KM400 von FFR Filmtechnik an, das man auf Löschblätter träufelt und der Filmdose beilegt. Das Thema Filmreinigung wird von manchen Zeitgenossen überdramatisiert: Wie soll ein aufgerollter Film beim Lagern Staub anziehen? Die Idee, er könnte sich statisch aufladen, und dann bei der nächsten Projektion den Staub ansaugen wie ein Magnet, scheint uns auch etwas übertrieben. Richtig ist, dass es insbesondere vor einem Filmtransfer Sinn macht, das Ausgangsmaterial so sauber wie möglich zu bekommen. Was gut funktioniert: Den Film außerhalb des Filmkanals (also von Spule zu Spule) im normalen Vorlauf durch ein mit Reinigungsmittel getränktes fusselfreies Tuch laufen lassen. Nur sanften Druck ausüben! Besser (aber nicht mehr erhältlich) war ein spezieller Reinigungsvorsatz von Hähnel, den man am vorderen Spulenarm das Projektors befestigen konnte. Der Film lief dann durch eine kleine Schale mit Reinigungsmittel. Filmreinigungsmittel der Wahl war damals wie heute der Tetenal Filmreiniger, den es in preiswerten 1l Flaschen gibt.
Hier einige Quellen kostenloser PDF Anleitunge zu Super 8 Filmbearbeitungs-Produkten. |
Update: 06.04.10 | |||||||||||||||||||||||||||||||||